Vierzehn: Über die Popmusik der Jahrzehnte, viel von Vögeln, Jazzclubs + von Wiegenliedern #LullabyOfBirdland

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„Ich habe 300 Songs geschrieben. 299 davon genossen eine holprige Fahrt zwischen relativer Unbekanntheit bis Vergessen. Hier ist der andere.“ – George Shearing, 30.11.1999, Carnegie Hall, NY

Wir kommen langsam aber sicher zum Kern der ganzen Angelegenheit.

Warum gibt es eine Website blackbirds.tv wie den Beatles-Song Blackbird? Der Song ist Imponieren wollen auf hohem Niveau, im Ziel Mädchen zu becircen. Paul McCartney hat eine klassische Zupftabulatur in Bach-Manier (Bourée in E moll) zugrunde gelegt. In der Geschichtsschreibung entsteht der Song 1968 auf der schottischen Farm von McCartney. Wahrscheinlich gehen Entwürfe zu Blackbird bereits in Paul McCartney und George Harrisons Gitarre üben zurück in den 50iger Jahren. Seht her, was ich alles spielen kann. Popmusik jener Jahre. Amseln (Blackbirds) besitzen eine mythologische Gattungsbeschreibung, nach der sie Stimmen anderer Vogelarten imitieren bzw. nachäffen. Sie beherrschten Fremdsprachen, heißt es. Lautäußerungen anderer Vogelarten werden imitiert, beispielsweise Meisenlaute oder das Lachen von Grau- und Grünspecht. Von Amseln im Siedlungsgebiet werden auch Zivilisationsgeräusche, etwa Sirenensignale von Rettungsfahrzeugen, in den Gesang aufgenommen. Rette mich.

Eine Website namens jazzbirds.tv einer Band, die Jazzstandards spielt, ist als Mixologie im Vertrauen auf Original und Interpretierbarkeit (Abwandlung) mit eigenen, zur Verfügung stehenden, zeitgemäßen Mitteln zu rechtfertigen. Der Jazzmusiker als umherziehender Vogel: Charlie Parker wurde ‚Bird‘ genannt, sein Drogendealer hieß Emry Bird. Der berühmte Jazzclub in New York ‚Birdland‘, ein 1949 bis 1965 betriebener Club, existiert heute an anderer Adresse fort. Jazzmusik als Fremdsprache der Welt, als Popmusik der 30iger, 40iger und 50iger Jahre war ungeheuer populär.

Lullaby of Birdland ist ein Jazzstandard, der 1952 von dem Pianisten George Shearing komponiert und veröffentlicht wurde. Der Titel ist eine Hommage an den nach Charlie „Bird“ Parker benannten Jazzclub Birdland. Der Bedeutung des Stücks angemessen gehört es in das Repertoire einer vernünftigen Gesamtbetrachtung der Jazzmusik aller Zeiten und ist eine Stil- und Geschichtsikone der Jazzmusik geworden. Wer es nicht weiß: Jazz ist auch nur Popmusik.

Fast jeder kennt das Stück.

Posted on: 11. Juli 2016, by :

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